BERGE SCHENKEN LEBENSFREUDE

Anspruchsvolle Gipfel sind spannende Ziele

Zwei Sehnsuchtsgipfel gibt es gleich hier unten, und in den Untermenüs findet Ihr Bilder und ein paar Worte zu einigen meiner besonderen 4000er - ich hab's mal meine TOP15 genannt (Geschmackssache).

Wer sich zu unterschiedlichen Bergtouren inspirieren lassen will, findet meine Anregungen unter "Georg Brun" in YouTube:


https://youtube.com/channel/UCdGvSqzFR4r-QmuIciIn0fA

In den Playlists sind einige Inspirationen nach Themen geordnet. Es sind jedoch keine Tourenbeschreibungen im eigentlichen Sinn, es sind jeweils Momentaufnahmen - die Verhältnisse können also von Tag zu Tag und Jahr zu Jahr anders sein. Wenn etwas dabei ist an Anregung für eigene Touren, freut es mich und ich wünsche viel Freude auf dem Weg.


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LYSKAMM

Große klassische Gratüberschreitung der Westalpen

Tief im Dunkel langsam von der Quintino-Sella-Hütte Richtung Felikjoch. Langsam, sanft ansteigend, beinahe gemütlich geht es Schritt für Schritt im Schein der Stirnlampen aufwärts. Es ist ein dämmriges Warmlaufen morgens um vier Uhr. Niemand spricht, jeder atmet langsam und bewusst. Dann steilt es sich auf, schräg die Steigeisen einsetzen hinauf zum Felikjoch; es ist steiler als gedacht, die Schritte werden langsamer, bleiben aber gleichmäßig. Schließlich geht es die letzten steilen Meter auf das Firnköpfchen vom Felik. Vor uns eine weite Gletschermulde, Zeit zum Durchatmen. Gemächlich Richtung Lyskamm Westflanke. Vor die Flanke hat die Schöpfung einen schmalen Grat komponiert. Der Wind kommt auf, wird böiger. Der Grat wird schmaler, und anspruchsvoller, aber auch schöner in der Morgendämmerung.
Jetzt sieht man die ganze Strecke vor sich, elegant gegen die Westflanke ansteigend, dann hinüber zum Westgipfel und von dort auf Firn, Fels und Schnee zum höheren Ostgipfel.
Die Flanke steilt auf, graublau schimmert das Eis durch eine dünne Firnauflage, achtsam werden die Steigeisen gesetzt, zuletzt eine Passage auf den Frontalzacken hinauf, dann lehnt sich der Kamm zurück. Beißender Wind mit bösen Böen zwingt manchmal zum Niederknien.
Wenige Meter noch zum ersten Gipfel, dann ein befreiter Rundblick, zurück und hinüber zum Matterhorn. Ein kleiner Zahn das berühmte "Horu" im düsteren Morgenlicht, bedrohlich ringsum die Wolken, die kein langes Verweilen erlauben. 
Nun ist die Höhe erreicht und es geht hinüber zum höheren Ostgipfel, ein Kampf mit dem Wind, der Ausgesetztheit, den Felsen und dem messerscharfen Firn. Schritt für Schritt mischen sich Angst und Freude und paaren sich zu hoher Konzentration. Warum? Warum tun wir das? Weil wir dem Himmel so nah sind ...

 
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DUFOURSPITZE

Für viele ein Sehnsuchtsberg

Zweimal habe ich es im Winter mit den Skiern versucht, die Dufourspitze zu erreichen. Einmal lag zum Silbersattel eine so verlockende Spur im Schnee, da bin ich kurzerhand abgebogen und habe das Nordend bestiegen. Ein anderes Mal ging es nach dem Skidepot auf rund 4.300 m in den vereisten Grat, der nach zwanzig Minuten zur Einsicht führte: die Verhältnisse sind nicht optimal. Also blieb der dritte Versuch dem Spätsommer vorbehalten; das macht den Rückweg zu Fuß lang und da sehnt man sich nach dem Vergnügen von Pulverschnee- oder Firnabfahrt zurück. Doch das Erlebnis am Westgrat ist im Spätsommer kaum weniger eindrucksvoll als im Winter und die Verhältnisse in den Felsen deutlich besser. Alles in allem ist es dann im Spätsommer eine lange, aber trotzdem eine Traumtour - vielleicht sieht man das auf dem hier verlinkten Film. Viel Spaß beim Anschauen.

https://youtu.be/6cC1U6-IGnE