München und Verona

Beim Alten Rathaus steht die bekannte Julia aus Verona - schaut Euch ruhig das erste Bild an. Das ist die Skulptur, die gern von Männern angetatscht wird; für meine Romanheldin Olga selbstverständlich ein No-Go! Und seien wir ehrlich: Heutzutage passt das nicht zu einem vernünftigen, aufgeklärten Mann, der Julia ungefragt an die Brust zu fassen! Da sollten alle sensibel genug sein - einfach auch, weil so etwas Symbolkraft hat und ein falsches Signal aussendet.


Trotzdem sollten wir Münchner uns über die Julia freuen, vor allem, wenn wir sie an etwas versteckterer Stelle wiederfinden und feststellen: diese Skulptur ist unbehelligt!


Geht doch!


Was ich jedem wünsche, ist ein schöner langer Spaziergang durch die Stadt auf der Suche nach beiden Julias. Wer mir dann eine Email mit dem Standort der "unberührten" Julia schreibt und seine Postanschrift mitteilt, dem schicke ich als Adventsgeschenk ein signiertes Exemplar von "Bodenloser Fall" - allerdings nur, wenn mich die Email spätestens am Nikolaustag erreicht.


Olga ermittelt in "Bodenloser Fall" in einem eigentlich banalen Fall, der trotzdem rätselhaft ist und auf seine Art spannend. Olga ist eine moderne junge Frau, eine Anwältin mit Herz und Frauenpower. Wenn Ihr das Buch lest, versteht Ihr, warum ich die beiden Julias hier in München so nebeneinander stelle.


Seien wir gern für Julia ein Romeo, aber mit dem Respekt, den jede Julia von jedem Romeo verdient und erwarten kann.


Also, viel Spaß beim Spazierengehen!


Und wer dann auf die Idee kommt, mal in Verona den Innenhof zu besuchen, in welchem Romeo seine Julia angehimmelt hat: prima. Denn Verona ist nicht nur für Münchner eine Reise wert.



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