Spannung auf die Spitze treiben


Dear Friends!


Muss ich zu diesem Foto etwas sagen? - eigentlich nicht. Es spricht für sich selbst. Wer auf so eine Felsnadel klettert, treibt es auf die Spitze. Das ist ein einmaliges Erlebnis. Bei meinen Bergabenteuern findet Ihr den Link zum YouTube-Film über den gesamten Salbit-Südgrat; die Salbit-Nadel am Gipfel ist die Krönung einer langen, klassischen und wunderbaren Klettertour. Wer nicht lange suchen will, hier ist der Link für die Blog-Leserinnen und -leser:

https://youtu.be/_xrTJAQRMOs


In meiner Krimi-Reihe über Olga Swatschuk habe ich der jungen Rechtsanwältin und Ermittlerin meine Freude am Klettern geschenkt. In den Büchern gibt es also immer auch ein paar Textpassagen zum Klettern. Daneben ist Klettern natürlich eine Metapher für Spannung ... Obwohl es weder in "Bodenloser Fall" noch in "Gewissenlose Wege" Blutvergießen oder gar Tote gibt, sind die erzählten Geschichten spannend, und an der einen oder anderen Stelle muss man als Autor die Spannung eben auf die Spitze treiben. Aber keine Angst: schlaflose Nächte bekommt man von Olgas Abenteuern nicht.


"Gewissenlose Wege" behandeln jedoch ein Thema, das ich für wichtig halte: Organtransplantationen und Organspenden. Viele Menschen warten auf eine gespendete Niere, und es gibt zu wenige Spenderinnen und Spender. Dadurch entstehen Missstände - und Situationen, die "nicht mit rechten Dingen zugehen". Das ist spannend, aber auch bedrückend. Daher werbe ich dafür, dass wir uns entschließen, einen Organspendeausweis mit uns herumzutragen - dass wir in dem traurigen Fall unseres Ablebens vielleicht mit unserer Leber oder unseren Nieren einem anderen Menschen helfen zu überleben oder wieder lebenswert zu leben. Dann können wir noch etwas Besonderes verschenken ... Natürlich soll eine Spende freiwillig sein, und jeder von uns muss die Möglichkeit haben, das ganz privat für sich selbst zu bestimmen; dort, wo die Gesetze eine "Widerspruchslösung" formulieren, sollten wir uns überlegen, wie wir damit umgehen und ob wir vielleicht widersprechen: denn - eine Organspende ist ein Geschenk, und Geschenke macht der Mensch freiwillig.

Vielleicht, dear Friends, habt Ihr noch nicht darüber nachgedacht. Dann tut es - das würde mich freuen. Und wer dann einen Organspendeausweis ausfüllt: das freut mich besonders.


Manchmal kommt es innerhalb der Familie zu der Situation, dass man eine Niere spenden kann. Wer das für einen geliebten Menschen tut, verdient ganz besonders Dank. Das sind herausragende Geschenke, die Lebendspender ihren Organempfängern machen.

Schlimm sind die Fälle, in denen Menschen - wie auch immer - zu einer Lebendspende "gezwungen" werden; das ist der Stoff für Krimis - leider aber auch Realität. "Gewissenlose Wege" sind daher auch Mahnung und Abbild einer erschreckenden Wirklichkeit. In vielen Teilen der Welt wird leider auch die Unmenschlichkeit auf die Spitze getrieben.


Doch lasst uns zum Schluss einen positiven Gedanken formulieren: Es ist großartig, dass mit Organtransplantationen Leben gerettet werden kann. Die Ärztinnen und Ärzte, die sich hier engagieren, verdienen sich von uns ein herzliches "Dankeschön"!

78 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Die Skitourensaison ist ziemlich vorbei, auch wenn es am Alpenhauptkamm und sehr hoch oben noch geht. Ein Highlight, für das ich aber keine Werbung machen muss, war kurz vor Ostern die Abfahrt durchs

Skitouren

München und Verona